Trailer Das Schicksal ist ein mieser Verräter

USA 2014

126 Minuten | FSK 6 | empfohlen ab 14 Jahren

 

Genre
Drama, Coming-of-Age, Literaturverfilmung

Schulunterricht
ab 9. Klasse

Altersempfehlung
ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer
Deutsch, Religion, Ethik, Biologie, Psychologie

Themen
Krankheit, Tod/Sterben, Identität, Werte, Liebe, Freundschaft, Erwachsenwerden, Familie

Inhalt
Hazel Grace weiß, dass sie jung sterben

wird. Seit ihrer Krebserkrankung kann die 16-Jährige nicht mehr ohne

Sauerstoffversorgung leben. Sie fühlt sich wie eine „Zeitbombe“, die

alles um sie herum mit sich reißen wird. Deshalb sieht sie es als ihre

Pflicht, die Zahl der „Opfer“ klein zu halten. So will sie zunächst nur

Freundschaft vom charmanten Augustus, den sie in einer Selbsthilfegruppe

für Krebspatienten kennenlernt, obwohl es zwischen den beiden Teenagern

offensichtlich funkt. Doch Augustus ist zu klug, witzig, gutaussehend

und einfühlsam, um sich nicht ihn in zu verlieben. Er erfüllt Hazel

Grace sogar ihren innigsten Wunsch: Gemeinsam reisen sie nach Amsterdam,

um den Autor ihres Lieblingsbuchs kennenzulernen. Zwar verläuft die

Reise anders als geplant und wird zudem von der Krankheit überschattet,

aber die beiden finden endlich als Paar zueinander. In den Tagen, die

ihnen danach noch bleiben, machen Hazel Grace und Augustus sich

gegenseitig klar, was ihnen wirklich wichtig ist und entreißen der

knappen Zeit ein letztes Stück Leben.

Umsetzung
Getreu der Buchvorlage wird auch im

Film wie aus dem Leben gegriffen erzählt. Obwohl der Plot viele traurige

Szenen erfordert, erhalten alberne und glückliche Momente eine ebenso

große Gewichtung. Wie in jedem Coming-of-Age-Film beschäftigen die

Protagonisten/innen grundsätzliche Fragen zu Identität und Lebenssinn,

hier allerdings intensiviert durch den drohenden Tod. Das Wechselbad der

Gefühle verdichtet sich in einer hochemotionalen Handlung, die

vorgezeichnet scheint, aber Erwartungen zu untergraben weiß und sich

nicht scheut, auf rührige Szenen Galgenhumor oder Zynismus folgen zu

lassen. Welch entscheidende Rolle bei der Selbstfindung die

Kommunikation mit Freunden und Familien spielt, zeigt sich in

zahlreichen Gesprächen und Aussprachen sowie in Briefen, Emails und SMS,

die teilweise - wie um ihre Bedeutung zu unterstreichen - im Bild

eingeblendet werden. Ergänzt durch Hazel Grace‘ freimütigen

Off-Kommentar entwickeln sich die Protagonisten/innen schnell zu

vielschichtigen, sympathischen Identifikationsfiguren.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit

An Hazel Grace‘ und Augustus‘ Beispiel zeigt sich, wie sich mit einer

fatalen Krankheit umgehen lässt. Darüber hinaus weitet ihre Darstellung

als lebenslustige Jugendliche mit normalen Wünschen und Bedürfnissen den

Blick für einen selbstverständlicheren Umgang mit (sterbens-) kranken

Menschen. Während im Biologieunterricht ein Schwerpunkt auf die

Entstehung von Krebs und dessen Behandlungsmöglichkeiten gesetzt werden

kann, lassen sich anhand von Hazel Grace‘ und Augustus‘ Gedanken und

Gesprächen im Ethik oder Religionsunterricht spannende philosophische

bzw. religiöse Grundsatzfragen reflektieren. Welchen Sinn hat das Leben

generell und im Speziellen angesichts eines baldigen Todes? Was erwarte

ich vom Leben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Im Fach Deutsch bietet

sich zudem eine vergleichende Auseinandersetzung mit der Buchvorlage

bzw. den Konventionen typischer „Krebsliteratur“ an.

THE FAULT IN OUR STARS | R: Josh Boone | B: Scott Neustadter & Michael Weber nach dem gleichnamigen Roman von John Green | K: Ben Richardson | D: Shailene Woodley (Hazel), Ansel Elgort (Gus), Nat Wolff (Isaac), Laura Dern (Frannie), Sam Trammel (Michael), Willem Dafoe (Van Houten), Lotte Verbeek (Lidewij)