Bei Einbruch der Nacht

Frankreich, Belgien, Deutschland 2009

90 Minuten | FSK 12

 

Fred Vargas – ein Name, der Krimifans aufhorchen lässt! Genauso wie die äußerst gelungenen Verfilmungen ihrer Romane: Plot, Machart und Personal sind weit abseits aller Stereotypen. Ein Roadmovie vor einer grandiosen Landschaft – poetisch und surreal. Großartige internationale Krimikunst, wie man sie nicht oft zu sehen bekommt!

Die Komponistin Camille lebt mit dem deutschen Grizzly-Forscher Lawrence einen Sommer lang in den französischen Alpen. Während Lawrence im Mercantour, nahe der italienischen Grenze, Wölfe beobachtet, sitzt Camille an ihrem Keyboard und sucht musikalische Inspiration für einen Soap-Soundtrack. Da passiert etwas Ungeheuerliches, das uralten Aberglauben wieder lebendig werden lässt: Ein riesiger Wolf, nein, ein Werwolf – so sagen die Leute – ziehe „bei Einbruch der Nacht“ mordend durch die Dörfer, reiße Schafe und habe in der vergangenen Nacht die Bäuerin Suzanne getötet. Verzweifelt über die Gleichgültigkeit der Polizei, machen sich Camille, Suzannes halbwüchsiger Sohn und ein wortkarger alter Schäfer in einem klapprigen Viehtransporter an die Verfolgung des Mörders. Erschöpft geben die drei auf, und Camille entschließt sich schweren Herzens, einen Profi hinzuzuziehen: Kommissar Adamsberg aus Paris, den Mann, den sie so sehr geliebt hat und mit dem sie doch nicht leben konnte.

L‘ HOMME À L‘ENVERS | R: Josée Dayan | B: Emmanuel Carrère nach dem gleichnamigen Roman von Fred Vargas | K: Stefan Ivanov | D: Jean-Hugues Anglade (Jean-Baptiste Adamsberg), Hélène Fillières (Camille Forestier), Tobias Moretti (Lawrence), Jacques Spiesser (Adrien Danglard), Maurice Garrel (Schäfer)