Trailer Babai

Deutschland, Kosovo, Makedonien, Frankreich 2015

104 Minuten | FSK 12

 

Kritik: Das mit viel melancholischem, teils geradezu trotzigem Humor grundierte Drama dreht sich im Kern um einen Vater-Sohn-Konflikt. Der historische Kontext, die Flüchtlingsthematik, gibt nur „die Grundstimmung“ vor. Vielleicht gelingt es Morina gerade deshalb, obwohl es ihm gar nicht primär darum geht, eine politische Aussage zu treffen – ohne Klischees, ohne moralische Grenzen. Das macht die in den 1990er-Jahren angesiedelte Geschichte brennend aktuell! BABAI ist ein grandios gespielter Film und vornominiert für den Deutschen Filmpreis. "Keine Lügen. Keine Posen. Nicht einen Moment der Selbstverliebtheit. Nicht ein falscher Ton", urteilte die Jury des Filmfestes München. "Der Film treibt einem die Tränen in die Augen – Tränen der Ohnmacht und der Trauer – und wirft den Zuschauer dann doch voll von Hoffnung und noch viel größerer Kraft und vor allem Verantwortung zurück ins Leben."

Inhalt: Kososvo in der Vorkriegszeit: Nori und sein Vater  Gezim halten sich mit dem Verkauf von Zigaretten über Wasser. Gezim will seine Vergangenheit um jeden Preis hinter sich lassen und beschließt, ohne seinen Sohn nach Deutschland zu fliehen. Als der 10-Jährige alles daran setzt, dies zu verhindern, kommt es zu einem Unfall – Nori muss ins Krankenhaus. Gezim nutzt die Gelegenheit, um heimlich zu verschwinden. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus fasst der zurückgelassene Nori daraufhin wutentbrannt den Entschluss, seinem Vater zu folgen. Völlig auf sich allein gestellt, begibt er sich auf eine ebenso beschwerliche wie gefährliche Reise nach Deutschland…

R+B: Visar Morina | K: Matteo Cocco | D: Val Maloku (Nori), Astrit Kabashi (Gesim), Adriana Matoshi (Valentina), Enver Petrovci (Adem), Xhevdet Jashari (Bedri), Alban Ukaj (Schmuggler)