Trailer Die letzte Sau

Deutschland 2016

86 Minuten | FSK 12 | empfohlen ab 15 Jahren

 

In seiner dritten Regiearbeit gelingt Aron Lehmann (KOHLHAAS ODER DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DER MITTEL) eine ganz eigene, charmant-schräge Mischung aus Roadmovie und Heimatfilm. Ein bestens aufgelegter Golo Euler wird zum schwäbelnden, sympathisch-verrückten Öko-Zorro, der in einem kontrollierten Amoklauf gegen die Massentierhaltung kämpft. Glücklicherweise kommt die Satire, gedreht im Nördlinger Ries, ganz ohne Moralkeule aus.

Es sind schwarze Tage für den Schweinebauern Huber. Sein Hof ist pleite. Die kleine Landwirtschaft ist nicht länger gegenüber den Agrarfabriken konkurrenzfähig. Und als schließlich ein Meteorit vom Himmel fällt und Hubers Hof in Schutt und Asche legt, hat er nichts mehr – außer einer letzten Sau. Zusammen mit dieser verlässt er die Ruine, die einmal sein Hof war, und beginnt ein Leben als Heimatloser. Ein Leben, an dem er bald Gefallen findet. Er ist jetzt ein Rebell und begegnet auf seiner Reise Menschen, denen es ähnlich erging wie ihm. Kleine, die von den Großen kaputt gemacht wurden. Für diese Kleinen erhebt sich Huber zum Widerstand und wird zum Symbol für Unruhe und Freiheit. Huber tut, was er für richtig hält. Denn in einer Welt, in der ein gesunder, fleißiger und ehrlicher Mensch nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, kann etwas nicht stimmen. Seine Botschaft: So geht´s nicht weiter! 

R: Aron Lehmann | B: Aron Lehmann, Stephan Irmscher | K: Cristian Pirjol | D: Golo Euler (Huber), Rosalie Thomass (Birgit), Thorsten Merten (Imker Meier), Bernd Stegemann (Frank Kramer), Heinz-Josef Braun (Willi), Christoph Maria Herbst (Werner), Daniel Zillmann (Gernot), Eva Bay (Gudrun), Matthias Ransberger (Ulf), Maximilian Schafroth (Hoppe), Nico Jilka (Bernhard), Reinhold Neswadba (Helmut), Corinna Binzer (Marianne), Heiko Pinkowski (Theissen), Eckhard Greiner (Pfarrer) | M: Boris Bojadzhiev