Jules & Jim

Frankreich 1961

107 Minuten | FSK 12

 

Mit hinreißender Leichtigkeit und einem brillanten Ensemble erzählt Truffaut eine Dreiecksbeziehung, die zeigt, wie Menschen, unabhängig von den weltpolitischen Entscheidungen zueinander fanden, wie der Krieg sie und die Verbindungen zwischen ihnen veränderte. Als der Film 1962 mit Oskar Werner, Henri Serre und Jeanne Moreau in die Kinos kam, avancierte er schnell zum Kultfilm. Die Ménage-à-trois, die ein reales Vorbild hatte, passte so gut in die Sechziger und zu der propagierten sexuellen Befreiung.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1912, als sich der Franzose Jim und der Österreicher Jules in Paris kennenlernen. Die beiden Freunde teilen nicht nur ihr Interesse für Literatur, sondern vor allem auch für Frauen. Sie verlieben sich in die bezaubernde Pariserin Catherine, die sich schließlich für Jules entscheidet. Die beiden heiraten, bekommen eine Tochter und ziehen kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges in ein Haus im Schwarzwald. Als Jim das Paar nach Kriegsende besucht, muss er feststellen, dass deren Ehe am Ende ist. Zwischen Jim und Catherine entwickelt sich eine Liebe, die Jules ohne Eifersucht akzeptiert. Glücklich werden sie trotzdem nicht miteinander ...

R+B: François Truffaut nach dem Roman von Henri-Pierre Roché | K: Raoul Coutard | D: Jeanne Moreau (Catherine), Oskar Werner (Jim), Henri Serre (Jules)