Das Mädchen Rosemarie

BRD 1958

95 Minuten | FSK 12

 

Rosemarie Nitribitt war in den 1950er-Jahren in Frankfurt am Main eine stadtbekannte Edel-Prostituierte. 1957 wurde sie in ihrer Frankfurter Wohnung ermordet aufgefunden. Ein bis heute ungeklärter Fall. Kein Jahr nach der Tat feierte die Verfilmung der Geschichte auf den Filmfestspielen von Venedig seine Uraufführung – was das Auswärtige Amt übrigens mit allen Mitteln verhindern wollte, würde der Film doch den wirtschaftlichen Aufstieg der Bundesrepublik mit einem moralischen Niedergang verknüpfen und somit dem Ansehen Deutschlands im Ausland schaden. Die Empörung über den Versuch der staatlichen Einflussnahme trug wesentlich zum großen (internationalen) Erfolg der bitteren Gesellschaftssatire bei.

Rosemarie, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, will in Frankfurt das große Geld machen. Aufgrund ihres Aussehens und ihres Ehrgeizes wird sie schnell die Geliebte des Geschäftsmanns Konrad Hartong. Durch ihn lernt sie den französischen Industriespion Fribert kennen, der sie ins Umfeld der großen Wirtschaftsbosse einführt und sie dazu benutzt, deren Geheimnisse auszuspionieren. Als ihr Wissen und ihr Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung zu groß werden, wird sie in ihrer Wohnung ermordet.

R: Rolf Thiele | B: Erich Kuby, Rolf Thiele u. a. | K: Klaus von Rautenfeld | D: Nadja Tiller (Rosemarie Nitribitt), Peter van Eyck (Fribert), Carl Raddatz (Hartong), Gert Fröbe (Bruster), Hanne Wieder (Marga), Mario Adorf (Horst), Karin Baal (Do)