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Schweiz, Frankreich, Belgien 2008

97 Minuten | FSK 12

 

Das poetische Familiendrama HOME von Ursula Meier kann zwar durchaus als Parabel auf den Sonderfall Schweiz oder als ökologische Anklage verstanden werden, bietet aber auch noch viele weitere Lesarten. Meier selbst beschreibt ihren Film als "Roadmovie unter umgekehrten Vorzeichen": Die Protagonist*innen bleiben statisch in ihrem prekären Idyll, das von ohrenbetäubendem Verkehrslärm bedroht wird. Es ist eine Reise ins Innere. Ein großes Verdienst der grandios besetzten Tragikomödie ist es, dass es Meier gelingt, eine Familie zu porträtieren, die anfangs sehr glücklich ist, in der jeder die Marotten des anderen mit ernsthafter Zärtlichkeit toleriert.

Am Rand eines unbenutzten Autobahnabschnitts hat sich eine fünfköpfige Familie in einem ganz besonderen Idyll eingerichtet. Während sich die älteste Tochter Judith gerne mit lauter Musik auf dem Asphalt sonnt, rast der kleine Julien am liebsten mit dem Rad auf der leeren Strasse umher. Eines Tages kommt er mit Neuigkeiten von einem seiner Streifzüge nach Hause: Er hat Bauarbeiter gesehen. Und tatsächlich soll der Streckenabschnitt in den nächsten Tagen eröffnet werden ...

R: Ursula Meier | B: Ursula Meier, Antoine Jaccoud, Raphaëlle Valbrune, Gilles Taurand, Olivier Lorelle | K: Agnès Godard | D: Isabelle Huppert (Marthe), Olivier Gourmet (Michel), Adélaïde Leroux (Judith), Madeleine Budd (Marion), Kacey Mottet Klein (Julien)