Das Phantom der Oper

© Stadtkirche Esslingen

USA 1925

90 Minuten | FSK 12

 

Die erste Adaption des Stoffes ist mehr Melodram als Horrorfilm, die Spannung mit intensiven, klug berechneten Bildkompositionen schafft (der wahre Horror erreignet sich stets außerhalb des Bildes!). Dies, Anklänge an expressionistische Kulissen aus deutschen Stummfilmen wie DAS CABINET DES DR. CALIGARI sowie das beeindruckende Spiel (und die Maske) von Lon Chaney machen das von Carl Lämmle produzierte Werk zu einem Meilenstein des Gruselfilms, der auch heute noch äußerst reizvoll ist.

In den weitläufigen Gewölben unter der Pariser Oper haust ein entstellter Mann, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Er droht der Direktion mit einer Katastrophe, sollte die weibliche Hauptrolle in „Faust“ nicht mit der jungen Nachwuchssängerin Christine besetzt werden. Als man sich weigert, macht er seine Drohung wahr und lässt einen Kronleuchter in das Publikum stürzen. Außerdem entführt er Christine in sein unterirdisches Reich und bietet ihr Luxus und Ruhm für ihre Liebe – unter der Bedingung, dass sie seine Maske nicht anrührt. Der Viscount Raoul Chagny, Christines Geliebter, setzt alles daran, sie aus den Fängen des Phantoms zu befreien.

R: Rupert Julian | B: Raymond L. Schrock, Elliott J. Clawson nach dem Roman von Gaston Leroux| K: Virgil E. Miller, Milton Bridenbecker, Charles van Enger | D: Lon Chaney (Erik / das Phantom), Mary Philbin (Christine Daae), Norman Kerry (Raoul de Chagny), Snitz Edwards (Florine Papillon), Gibson Gowland (Simon), Arthur Carewe (Ledoux), John St. Polis (Philippe de Chagny)