Trailer Über-Ich und Du

Deutschland, Schweiz, Österreich 2014

94 Minuten | FSK 6

 

„Einen irrwitzigeren Buddy-Film hat man nie gesehen. Ganz großer Spaß!“ (WELT AM SONNTAG) • „Deutsches Kino zum Durchkichern: Eine herrliche Gauner- und Buddy-Komödie!“ (SPIEGEL ONLINE) • „Hochtourig, doch nicht überhitzt, abstrus, aber nicht albern, geschieht in Über-Ich und Du vorzugsweise das Unvermutete. Und die großartigen Schauspieler Georg Friedrich und André Wilms laufen zu komödiantischer Hochform auf. (BERLINER ZEITUNG) • „Eine hinreißend gute Komödie.“ (TIP BERLIN) • „Sehr komisch, auf eine reizende, charmant detailverliebte Art!“ (TAGESSPIEGEL)Klingt das nicht vielversprechend? Soviel Einigkeit unter Filmkritikern, zumal noch solchen, die für so unterschiedliche Blätter schreiben, ist wirklich selten! Und endgültig überzeugen sollte Sie der Trailer zum Film! Benjamin Heisenbergs (SCHLÄFER) neuer Film ist eine sehr eigenwillige Liebeserklärung an eine Welt der Gegensätze und Widersprüche, in der jeder eine Meinung, aber keiner recht hat! Schon über die beiden Hauptdarsteller – den introvertierten Elsässer André Wilms, den man aus Kaurismäki-Filmen kennt, und den immer etwas kraftmeierisch auftretenden Österreicher Georg Friedrich – lässt sich behaupten, dass nichts besser zusammenpasst als das, was überhaupt nicht zusammenpasst! Viel Vergnügen!

Da ist einmal Nick Gutlicht, dessen Anrufbeantworter uns verrät, was von ihm zu halten ist: Um Rückruf wird gebeten wegen nicht erfüllter Aufträge, uneingelöster Versprechen und aufgehäufter Schulden. Höchste Zeit also für Nick, unterzutauchen und sich aus der Schusslinie von „Mutter“ und ihren Häschern zu bringen. Mit nicht ganz legalen Mitteln erschleicht er sich einen Job als Haushälter, respektive Betreuer beim sehr betagten und ebenso betuchten Psychoanalytiker Curt Ledig. Dieser, ein von Kollegen und Schülern verehrter Denker, der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, hat fast sein ganzes Berufsleben darunter gelitten, dass er seine akademische Karriere als Günstling Goebbels begonnen hat. Das Trauma der deutschen Schuld lastet schwer auf Curt, während sich Nick von so etwas wie einem Gewissen nicht aufhalten lässt, sich als Dieb, der eine besondere Vorliebe für seltene und wertvolle Buchausgaben entwickelt hat, Schuldgefühle auch kaum leisten kann. Das zufällige Aufeinandertreffen der beiden Männer wird sich für beide als Glücksfall entpuppen: Ledig entwickelt durch Gutlicht nach langer Zeit wieder Interesse an seinem Fachgebiet, denn plötzlich ist es der Kleinkriminelle, der unter den Ticks und Schrullen des alten Mannes (nervöses Zucken der Augenlider und eine unüberwindbare Angst davor, Küchen zu betreten) leidet, während der sich so jung fühlt wie schon lange nicht mehr ... Und wer weiß schon, was eine Behandlung durch eine solche Koriphäe wie Ledig aus einem gewissenlosen Bücherdieb machen kann!? 

R: Benjamin Heisenberg | B: Benjamin Heisenberg & Josef Lechner | K: Reinhold Vorschneider| D: André Wilms (Curt Ledig), Georg Friedrich (Nick Gutlicht), Bettina Stucky (Rosa), Susanne Wolff (Norah), Elisabeth Orth (Frau Tischmann), Maria Hofstätter (Mutter), Margarita Broich (Fanny)