Trailer Boyhood

USA 2014

164 Minuten | FSK 6 | empfohlen ab 15 Jahren

 

„Ein großartiger Film… Was für ein Experiment, was für ein Ergebnis.“ (Die Welt) • „Ein Triumph von Beharrlichkeit und Menschlichkeit: In Richard Linklaters Langzeit-Filmprojekt BoyhooD erlebt man mit, wie ein Junge zum Mann heranwächst. Trotz fast drei Stunden Laufzeit möchte man auf keine Minute verzichten, so anrührend wird das erzählt… Ein einzigartiger Film.“ (Der Spiegel) • „Boyhood fügt der Filmgeschichte noch nie Gesehenes hinzu. (…) Das Ergebnis ist 164 Minuten kurz und, gelinde gesagt, fantastisch ... (Der Tagesspiegel) • „Überwältigend…Boyhood wurde ein Meisterwerk. Auch wenn man das als Filmkritiker nie schreiben darf. Es ist so.“ (Die Zeit) • „Selten fielen fast drei Stunden auf der Leinwand derart kurzweilig aus. Mehr Kino-Magie wird in diesem Jahr kaum zu finden sein. Ein Meilenstein der Filmgeschichte!“ (programmkino.de) Wir könnten nahezu endlos so weiter machen und eine Lobeshymne an die nächste reihen. Klar wird, dass dieser Film, der u. a. mit dem Silbernen Bären für die beste Regie, dem Filmkunstpreis der Gilde-Theater und dem Publikumspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde, ein Must-see ist, ein Film, der pures Glück ist und so einfühlsam und echt vom Erwachsenwerden erzählt wie schon lange kein anderer Film mehr.

Spannend und einmalig ist ganz ohne Zweifel die Produktionsgeschichte von BOYHOOD. Richard Linklater hat sich bereits mit seiner Trilogie BEFORE SUNRISE/SUNSET/MIDNIGHT als Spezialist für Langzeitbeobachtungen empfohlen. Für BOYHOOD hat er seit 2002 die Darsteller von Mason und seiner Filmfamilie alljährlich für ein paar Drehtage versammelt, um eine neue Etappe zu filmen. BOYHOOD wird so zu einem Bildungsroman,  der das leistet, was einem Buch mühelos gelingt: Die Protagonisten bleiben identisch, ihr Älterwerden wird nicht durch Make-up oder durch Umbesetzungen fingiert. Das hätte aus tausend Gründen scheitern können!

Inhalt: Zu Beginn ist Mason ein recht verträumter, ganz normaler sechsjähriger Junge. Die Erfahrungen, die er in den nächsten 12 Jahren machen wird, sind universell und zugleich einzigartig. Seine Eltern haben sich getrennt. Er lebt mit seiner Schwester Samantha bei der Mutter Olivia, die regelmäßig mit seinem Vater herumstreitet. Also eine ganz normale Patchwork-Familie der Gegenwart. Mama holt verantwortungsvoll ihren Studienabschluss nach, wird Psychologie-Dozentin und verliebt sich in ihren Ex-Professor – der entpuppt sich später als cholerischer Trinker. Sie trennt sich von ihm, hauptsächlich der Kinder wegen, geht erneut eine Beziehung ein, die scheitert. Papa schlägt sich mit wechselnden Jobs durch, kümmert sich trotzdem am Wochenende liebevoll um seine Kinder und wird irgendwann solide: Seine Neue ist Tochter braver, strenggläubiger Hinterwäldler. Derweil gehen Mason und Samantha zur Schule, machen lustlos ihre Hausaufgaben, verkrachen und versöhnen sich mit ihren Freunden und werden allmählich größer. Trotz des unsteten Lebens, das ihre Eltern ihnen zumuten, muss man sich als Zuschauer nie ernsthaft Sorgen um die beiden machen, denn ihre Kindheit und Jugend ist kein ungeschützter Raum. 

R+B: Richard Linklater | K: Lee Daniel & Shane Kelly | D: Ethan Hawke (Mason Senior), Patricia Arquette (Olivia), Ellar Coltrane (Mason junior), Lorelei Linklater (Samantha), Tamara Jolaine (Tammy), Nick Krause (Charlie), Jordan Howard (Tony), Shane Graham (Stanley)